Öffentlichkeitsarbeit der VU: "Den Journalisten sagen, was sie schreiben sollen."

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Auszug aus VersWissStud Band 4 (S. 175)
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Das Medienversagen im Versicherungsbereich hat vor allem zwei Gründe: der eine liegt in den dargestellten Besonderheiten der Versicherung und den darin begründeten Schwierigkeiten der Information. Der zweite Grund ist "hausgemacht": Etliche Medien stehen der Branche nahe - auch weil die Anzeigenabteilungen branchenfreundliche Berichte wünschen. Wie die Branche - neben den Anzeigenaufträgen - Einfluss auf die Information der Öffentlichkeit nimmt, ergibt sich aus einem Resumee des Pressesprechers des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Helmut Geiger, der bei seinem Eintritt in den Ruhestand die "Öffentlichkeitsarbeit der Versicherungen" (VW 95,1460) als "recht simpel" beschrieben hat:

        "Man erklärt den Journalisten einfach, was sie schreiben sollen, und was sie nicht schreiben

         sollen. Das muss ja nicht unbedingt in Wanne-Eickel sein, es gibt schließlich dafür schönere

         Orte."

So müssen Verbraucherorganisationen nicht nur gegen Branchenmissstände und eine starke Branchenlobby, sondern oft auch noch gegen die Medien ankämpfen.